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Black Lives Matter – eine Zusammenfassung

Die Black-Lives-Matter-Bewegung entstand im Jahr 2013 und begann zunächst als kleine Online-Kampagne in den sozialen Medien. Die Entstehungsursache war die vermehrte und häufige Ermordung unbewaffneter afroamerikanischer Zivilisten im Zusammenhang mit rassistisch gefärbter Polizeiwillkür und Vigilantismus.

Das Entstehungsjahr 2013

Der Auslöser für die Gründung der Bewegung war der Freispruch des Nachbarschaftswachmanns George Zimmerman im Jahr 2013, der den afroamerikanischen Schüler Trayvon Martin 2012 in der Stadt Sanford im Bundesstaat Florida in einem Handgemenge erschoss. Zimmermann wurde Mord mit bedingtem Vorsatz (Mord zweiten Grades) zur Last gelegt. Er plädierte hingegen auf Notwehr.

Nach dem Freispruch ergriffen die Aktivisten Alicia Garza, Opal Tometi und Patrisse Cullors die Initiative. Sie erkannten den Freispruch in der Konsequenz als die Entwertung der Leben schwarzer Menschen. Schließlich verfassten sie einen Facebook-Eintrag mit der Überschrift A Love Note to Black People. Dieser enthielt die Mitteilung Our Lives Matter, Black Lives Matter und wurde anschließend mit dem berühmten Hashtag #BlackLivesMatter versehen.

Die Entwicklung nimmt ihren Lauf

In den Folgejahren gab es immer wieder Protestaktionen auf überregionaler Ebene, die durch die Black-Lives-Matter-Bewegung organisiert wurden. 2014 verlor ein junger Afroamerikaner namens Michael Brown in der Stadt Ferguson im Bundesstaat Missouri sein Leben, als er durch einen Polizisten erschossen wurde. Doch rechtliche Konsequenzen führte dies nicht nach sich.

Daraufhin kam es zu teils gewaltsamen Protesten in über 170 Städten des Landes. Und mehr als 500 Mitglieder der Bewegung reisten für eine friedliche Demonstration nach Ferguson. Von da an entwickelte sich die Gruppe noch stärker und es gab viele weltweite Reaktionen, die dem Modell der Black-Lives-Matter-Demonstrationen folgten. So wurde Black-Lives-Matter zu einer internationalen Bewegung mit netzwerkartigen Strukturen.

Das Schlüsseljahr 2020

Im Jahr 2020 erlangte die Bewegung endgültig die Aufmerksamkeit der internationalen Öffentlichkeit. Im Mai wurde der Afroamerikaner George Floyd in der Stadt Minneapolis im Bundesstaat Minnesota von einem weißen Polizisten namens Derek Chauvin brutal ermordet und das Ganze von Passanten gefilmt. Floyd wurde während einer Festnahme zunächst ohne Nennung eines Grundes von zwei Beamten unter Androhung von Waffengewalt dazu aufgefordert, sein Fahrzeug mit erhobenen Händen zu verlassen. Daraufhin kam es mehrmals zur Rangelei.

Floyd hatte Todesangst und äußerte im späteren Verlauf rund 30 Mal, nicht atmen zu können. Einer der beiden Polizisten, die zur Verstärkung gerufen wurden, wandte jedoch eine verbotene Technik an, um Floyd gefügig zu machen, während sie ihn zu Boden drückten, bis er schließlich verstarb. In den Folgetagen kam es in vielen Teilen der USA zu Protesten in nie da gewesenen Ausmaßen. Dies führte auch zu ersten Veränderungen auf politischer Ebene und dazu, dass auch in vielen anderen Ländern der Welt Black-Lives-Matter-Demonstrationen organisiert wurden.

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